Reportagen und Dokumentationen bei RTLZWEI

RTLZWEI ist ein Medienunternehmen, das gesellschaftlich verantwortlich handelt. Das zeigt sich in einer Vielzahl an Formaten und Programmelementen mit aktuellen und relevanten Inhalten. In der Primetime entfiel im Jahr 2020 rund ein Viertel der Sendezeit auf Dokumentationen und Reportagen sowie Doku-Soaps, die nicht allein unterhaltend sind, sondern einen Public Value erbringen.

In Reportagen und Dokumentationen begleitet RTLZWEI verschiedenste Menschen in alltäglichen oder besonderen Situationen und greift auch schwierige Themen auf. Dokus über das Leben von Menschen am Rande der Gesellschaft sind in den vergangenen Jahren zu einem zentralen Bestandteil des Programms von RTLZWEI geworden. Formate wie „Hartz und herzlich“ lenken den Blick auf Schicksale, die man im reichen Deutschland kaum vermuten würde. Bei der Produktion der Sendung besteht eine Kooperation mit „Das Deutsche Kinderhilfswerk“

Holger Hofmann, DKHW.jpg

Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer Deutsches Kinderhilfswerk: Wir dürfen uns keinesfalls damit abfinden, dass in einem reichen Land wie Deutschland die Zukunftschancen von Kindern immer noch vom Portemonnaie der Eltern abhängen. Uns erfüllt mit Sorge, dass demgegenüber immer wieder versucht wird, die Kinderarmut in Deutschland kleinzureden, beispielsweise bei Diskussionen um den relativen Armutsbegriff oder die Missstände in den Familien. Wir unterstützen das Format „Hartz und herzlich“, weil dort für die Situation in den Familien sensibilisiert wird und die Potentiale der Kinder deutlich werden.“

Der renommierte Armutsforscher Prof. Dr. Klaus Hurrelmann sagte bei einer Vernissage zu einer von RTLZWEI initiierten Ausstellung von Fotos, die während der Dreharbeiten zu „Hartz und herzlich“ und „Armes Deutschland – Stempeln oder abrackern“ entstanden waren: „Umso wichtiger, das Thema endlich breit zu diskutieren und aus der Scham-Ecke herauszuholen. Es ein sehr großer Verdienst von RTLZWEI, dass mit den Mitteln von authentischen dokumentarischen Reportagen zu versuchen – keine abstrakten Analysen und bewertende Kommentare zu senden (die sind auch nötig, aber davon haben wir bereits viele), sondern die Menschen einfach an Ort und Stelle zu besuchen und sie direkt zu Worte kommen zu lassen. Sie ernst zu nehmen und ihnen eine Stimme zu geben, damit sie auf ihre Situation aufmerksam machen und ihren Alltag darstellen können, so wie er ist.“

Fotoausstellung zum Thema Armut in Deutschland
Prof. Dr. Klaus Hurrelmann in Berlin 

Konstruktiver Ansatz

Zahlreiche weitere Doku-Formate behandeln unterschiedliche Themen. Allen liegt eine sensible Herangehensweise und ein konstruktiv-positiver Ansatz zugrunde. Beispiele hierfür sind „Die Gruppe – Schrei nach Leben“, „Hartes Deutschland“, „Kleine Helden ganz groß“, „Mensch Polizist“ oder „Raus mit der Sprache – Nie wieder stottern“. Für das Format „Endlich Klartext! – Der große RTLZWEI Politiker-Check“ mit Comedian Abdelkarim erhielt RTLZWEI den Deutschen Fernsehpreis.

Gesellschaftliche Relevanz

Auch in unterhaltenden Formaten wie den Daily Soaps werden immer wieder für die Gesellschaft wichtige Themen integriert und um passende Hilfs- oder Informationsangebote ergänzt.

Toleranz gegenüber anderen Lebensformen und Identitäten sind ein wiederkehrendes Merkmal. In „Berlin – Tag & Nacht“ behandelten Storylines Konflikte wie Rassismus #WirSindBunt, Suizide und Schwangerschaftsabbrüche. Die Reality Soap „Köln 50667“ thematisierte Homophobie. Zudem zeigen der Sender und „Köln 50667“-Darsteller seit 2014 Präsenz beim Christopher Street Day in Köln. 

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